Die Journalists’ Association of Bhutan (JAB) plant ein dreitägiges Basic Reporting Training für 25 Dzongkha-Journalist:innen und freie Reporter:innen in Bhutan. Unterstützt wird das Projekt vom Verein der Freunde Bhutans gemeinsam mit der Society Switzerland–Bhutan (SSB) mit rund Nu. 575.000 bzw. 5.200 Euro. Das Training richtet sich an Medienschaffende im Print- und Rundfunkbereich und wird Anfang September 2026 in Paro stattfinden. JAB reagiert damit auf die begrenzten personellen Ressourcen und den wachsenden Bedarf an gezielter Weiterbildung im Dzongkha-Journalismus.
Ziele des Trainings
Ziel des Projekts ist es, die professionellen Fähigkeiten von Dzongkha-Journalist:innen in Recherche, Schreiben, Berichterstattung, Redaktion und ethischer Medienarbeit zu stärken. Es reagiert auf eine kritische Lücke im bhutanischen Mediensektor: Viele Dzongkha-Zeitungen wurden eingestellt, erfahrene Journalist:innen haben den Beruf verlassen, und zugleich gewinnt die Nationalsprache Dzongkha durch neue staatliche Vorgaben weiter an Bedeutung. Hinzu kommen uneinheitliche Rechtschreibung und Fachbegriffe, fehlende erfahrene Redakteur:innen als Mentor:innen sowie die Herausforderung, komplexe Inhalte häufig aus dem Englischen zu übersetzen und verständlich zu vermitteln. Das Training soll daher eine neue Generation von Reporter:innen befähigen, präzise, verständliche und verantwortungsvolle Informationen in der Nationalsprache bereitzustellen.
Kulturelle und gesellschaftliche Wirkung
Darüber hinaus verfolgt das Projekt kulturelle und gesellschaftliche Ziele. Es unterstützt die Bewahrung der nationalen Sprache und Identität Bhutans, stärkt den Zugang ländlicher Bevölkerungsgruppen zu relevanten Informationen und fördert einen informierten öffentlichen Diskurs. Der Rückgang der Dzongkha-Presse verringert Ausbildungs- und Praxismöglichkeiten zusätzlich, während ein enormer Zeitdruck durch digitale und soziale Medien die Arbeit der Medienschaffenden erschwert. Erwartet werden daher messbare Verbesserungen der journalistischen Qualität, mehr Sicherheit im Umgang mit Dzongkha als Mediensprache sowie langfristig stärkere Dzongkha-Redaktionen.